Die Zentrumspartei: 

Die Deutsche Zentrumspartei entstand aus dem politischen Katholizismus, sie wurde 1870 gegründet und erreichte nach dem 1. Weltkrieg große Bedeutung, als sie mehrfach den Reichskanzler stellte und in der Weimarer Republik eine vermittelnde Rolle einnahm. Mit Stimmenanteilen von 19 bis 28% war die Zentrumspartei zeitweise stärkste Partei in Deutschland und bis 1932 an jeder Reichsregierung beteiligt.  1933 wurde das ZENTRUM von den National-Sozialisten verfolgt und verboten.  Das ZENTRUM, für das der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer Oberbürgermeister in Köln gewesen war, stellte mit Rudolf Amelunxen bis 1947 den ersten Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und war bis 1958 in der NRW-Landesregierung vertreten.  In der Gemeinde Büttgen war das ZENTRUM noch bis 1961 kommunal präsent.  Im Jahr 2005 wurde die Zentrumspartei in Kaarst wiedergegründet und ist derzeit im Rat der Stadt Kaarst und im Kreistag des Rhein-Kreises Neuss vertreten.  Das ZENTRUM ist heute über-konfessionell strukturiert, bekennt sich jedoch zu einer christlichen Ethik auf einer sozialen Grundlage.